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19:00 - 21:00 Uhr

Das Gespenst der Mainzer Straße - und queere Utopien heute

Die Hausbesetzungen in der Mainzer Straße in Berlin waren eng mit der Geschichte der Schwulen- und Lesbenbewegung in Deutschland verbunden. Dreißig Jahre nach der Räumung wird in der Hauptstadt wieder über (queere) Hausbesetzungen gestritten, etwa mit Blick auf die Liebig34.

Wir wollen darüber diskutieren, welche Lehren sich aus den Geschehnissen damals ziehen lassen und welche Rolle der Häuserkampf für linke Politik heute spielt.

Es diskutieren:

Anne Helm, Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

Wenke Christoph, Staatssekretärin für Stadtentwicklung und Wohnen in Berlin

Nancy Nüchtern (nom de guerre) Sie studierte nach seiner Dienstzeit in der NVA ein Jahr Medizin bevor sie mitten in den Wende und den persönlichen Umbrüchen des coming outs 1990 zu den Tunten in der Mainzer stieß. Nach der Räumung begann sie ein Studium der Sozialwissenschaften an der HU-Berlin. Sie ist heute Projektleiter einer Freiwilligenagentur in Berlin-Lichtenberg. Nancy ist Mitübersetzerin von Annamarie Jagose's Queer Theory, schrieb 2004 für Wolfgang Fritz Haugs, Historisch-Kritisches Wörterbuch des Marxismus zum Stichwort Heteronormativität, diskutierte mit Bastian Krondorfer im Sommer 1990 auch mal über die Unterschiede marxistischer Theorie in West/Ost und teilt mit ihren 3 Kindern auch das Konzept einer Regenbogenfamilie.

Bastian Krondorfer (bürgerlicher Name). Er ist seit 2002 für die Finanzen in einem Unternehmen der AIDS-Forschung verantwortlich. Er lebte im Tuntenhaus Mainzer Straße vom 1.5. bis 14.11.1990. 1991/92 Assistenz für „The Battle of Tuntenhaus Part II", und bei Michael Stocks „Prinz in Hölleland". Ab 1993 Booker, Bouncer, Veranstalter in Techno-Clubs. Zunächst im kollektivem schwulen House-Club „Montagssub"/Subversiv in der Brunnenstraße; dann Electric Ballroom im SO36, bpitch control u.A.. Bei der Loveparade GmbH 1999/2000. Assistent von Michel Majerus 1999 bis 2002. In Folge Ausstellungsmitarbeiten von der Biennale Taipeh/Taiwan 2000 bis zur Bundeskunsthalle/Bonn 2018. Oft auf der Bühne des Tuntenhaushoffest Kastanie gewesen. Mit Iris Dankemeyer seit ihrem Verriss „Antifaschismus und Abrissbirne", konkret 4/2017; befreundet. Er ist Vater von 12jährigen Zwillingsbrüdern, die bei ihrer Mutter in Wien leben. Lebt alleine ziemlich chic über den Dächern Neukölln.

Moderation:

Daniel Bache, Bundessprecher DIE LINKE.queer

Plattform: Zoom

Zugangsdaten:

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https://zoom.us/j/98691233633...

Meeting-ID: 986 9123 3633
Kenncode: 062460

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