Welt-AIDS-Tag: Das tödliche Geschäft mit AIDS beenden
Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erklären Daniel Bache und Frank Laubenburg, Bundessprecher von Die Linke queer:
Der Kampf gegen AIDS droht zu scheitern. Zahlreiche Staaten reduzieren angeführt von Donald Trump ihr Engagement bei der AIDS-Bekämpfung, darunter auch Deutschland. Diese Entwicklung ist verheerend und droht eine humanitäre Katastrophe von ungeahntem Ausmaß auszulösen. Gleichzeitig machen Pharmakonzerne den großen Reibach bei dem tödlichen Geschäft mit der Krankheit.
UNAIDS, selbst schwer von den US-Kürzungen betroffen, warnt, dass etwa die für Lenacapavir vergebenen Lizenzen für Generika-Hersteller nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Über diese Lizenzen hinaus wird das Medikament zu horrenden Preisen vertrieben, die weit über den Herstellungskosten liegen.
Wer sicherstellen will, dass AIDS noch zügig beendet wird, der muss auch die Frage nach dem Eigentum an Patenten stellen. Auch in Deutschland steigt die Zahl der HIV-Neuinfektionen nach neuen Zahlen des Robert-Koch-Instituts weiter. Die Ansprüche der Pharmaindustrie gehören neben der Kürzungspolitik zu den größten Hindernissen im Kampf gegen AIDS. Lenacapavir kann ein Game Changer sein – und deshalb fordert Die Linke queer, dass die Patente auf das Medikament aufgehoben werden.
