Transfeindliche Gewalt sichtbar machen – Erfassung endlich verbessern

Die Linke queer

Zum heutigen Trans Day of Remembrance (TDoR, 20. November), dem internationalen Gedenktag für die Opfer transfeindlicher Gewalt, erklären die Bundessprecher:innen von Die Linke queer, Maja Tegeler und Frank Laubenburg:

Wir erinnern heute an die anhaltende Bedrohung, der trans und nicht-binäre Menschen auch in Deutschland ausgesetzt sind. Trotz politischer Fortschritte bleibt transfeindliche Gewalt ein schwerwiegendes, aber weiterhin unzureichend erfasstes Problem.

Es ist ein Fortschritt, dass queerfeindliche Straftaten heute besser statistisch erfasst werden als noch vor einigen Jahren. Doch noch immer verschwinden transfeindliche Übergriffe allzuoft in Sammelkategorien und bleiben damit in ihrem Ausmaß und ihren spezifischen Mustern unsichtbar.

Betroffene berichten zudem weiterhin von Misgenderung, mangelnder Sensibilisierung und fehlenden Meldewegen.

Eine bundesweit einheitliche, eigene Erfassungskategorie „transfeindliches Tatmotiv“, verpflichtende Schulungen für Polizei und Justiz zum Umgang mit trans Personen, unabhängige, niedrigschwellige Meldestellen, opferzentrierte Ermittlungsverfahren
ein jährlicher Bundesbericht zur Entwicklung transfeindlicher Gewalt sind notwendig.

Wir müssen Gewalt nicht nur verurteilen, sondern endlich sichtbar machen, konsequent bekämpfen und Betroffene wirksam schützen.