Transfeindliche Aussagen des Deutschen Fotomuseums sind inakzeptabel – Kunstinstitutionen müssen Vielfalt schützen statt diskriminieren

Die Linke queer

Zu den aktuellen transfeindlichen Aussagen des Deutschen Fotomuseums erklären Frank Laubenburg und Maja Tegeler, Bundessprecher:innen von Die Linke queer:

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Die Linke queer verurteilt mit Nachdruck transfeindliche Aussagen auf der Website des Deutschen Fotomuseums.

 

Dort heißt es unter anderem: „Seit kurzem können auch Männer mit Vollbart per Sprechakt und dann urkundlich beglaubigt als Frauen in Erscheinung treten, um Boxkämpfe zu gewinnen oder sich in Frauengefängnisse einweisen zu lassen. Doch am 16. April 2025 entschied das höchste britische Gericht endlich, daß Frauen keine Ideenkonstrukte sind, sondern biologische Tatsachen.“

Diese Formulierungen reproduzieren stereotype, falsche und entmenschlichende Narrative. Trans*, nicht-binäre und intergeschlechtliche Menschen werden pauschal als ‚Vortäuscher*innen‘ oder als Bedrohung dargestellt. Solche Aussagen tragen zur gesellschaftlichen Ausgrenzung bei und gefährden die Sicherheit der Betroffenen.

Kunst- und Kulturinstitutionen tragen eine besondere Verantwortung. Sie prägen gesellschaftliche Diskurse und öffentliche Wahrnehmung. Diskriminierende und wissenschaftlich nicht haltbare Aussagen unter dem Deckmantel aktueller Debatten über Geschlechtsidentität sind nicht akzeptabel.

Die Linke queer fordert das Deutsche Fotomuseum auf, die entsprechenden Passagen unverzüglich zu entfernen, sich öffentlich zu entschuldigen und künftig externe Expertise aus der LGBTIQ*-Community einzubeziehen.

Die Rechte, die Würde und die Sichtbarkeit von trans*, nicht-binären und intergeschlechtlichen Menschen sind nicht verhandelbar. Eine offene und solidarische Gesellschaft lebt vom Schutz von Minderheiten – nicht von ihrer Diffamierung.