Zwei-Mütter-Familien: Bundesregierung muss entwürdigende Situation endlich ändern
Anlässlich der heutigen Entschließung des Bundesrates zur Anpassung des Abstammungsrechtes für Zwei-Mütter-Familien erklären die Bundessprecher*innen von Die Linke queer, Luca Renner und Maja Tegeler:
Seit Jahren schaffen es die wechselnden Bundesregierungen nicht, einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die Diskriminierung von Zwei-Mütter-Familien abschafft. So ist immer noch eine Stiefkindadoption bei verheirateten lesbischen Paaren vorgesehen.
Diese Ungleichbehandlung gehört abgeschafft, da sie nicht den gesellschaftlichen Realitäten im Jahr 2025 entspricht. Eine Elternschaft darf nicht vom Geschlecht der Eheleute abhängen, sondern von der gemeinsamen Verantwortungsübernahme für die Kinder. Als Linke, die im Bundesrat das Zustandekommen der heutigen Entschließung unterstützt haben, werden wir weiter an der Seite der lesbischen Paare streiten. Außerdem geht der Entschließungsantrag nicht weit genug. Es muss sichergestellt werden, dass auch Trans-Elternpaare die Möglichkeit haben, die entsprechende Eintragung in den Geburtsregistern anpassen zu lassen und als gleichwertige Eltern anerkannt zu werden.
Die schwarz-rote Bundesregierung, der Lippenbekenntnissen zufolge Familien so am Herzen liegen, muss die entwürdigende Situation für Zwei-Mütter-Familien endlich beenden.
