Erst die Kassen, jetzt die Polizei
Zu dem Polizeieinsatz gegen das queere Zentrum Casa Kuà erklären Daniel Bache und Maja Tegeler, Bundessprecher*innen von Die Linke queer:
Nach dem Ärger bezüglich der Kostenübernahme bei geschlechtsangleichenden Maßnahmen durch die Gesetzlichen Krankenkassen und den laufenden Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses hinsichtlich einer Neuregelung der Gesundheitsversorgung von trans und nicht-binären Menschen, müssen Betroffene nun auch noch mit polizeilichen Maßnahmen rechnen. Der Staat will ihnen das Leben derzeit offenbar so schwer wie möglich machen.
Die Durchsuchung des Casa Kuà durch die Berliner Polizei steht in der unsäglichen Tradition polizeilicher Razzien in queeren Räumen. Diese Repression ist insbesondere vor dem Hintergrund der unsicheren Versorgungslage inakzeptabel. Die Linke queer fordert von der Berliner Polizei und der geschäftsführenden Berliner Landesregierung schleunigst Aufklärung über den Vorgang.
