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DIE LINKE.queer

Solidarität mit den Opfern queerfeindlicher Gewalt, Hasskriminalität wirksam bekämpfen

Zu dem queerfeindlichen Überfall auf eine Person am Samstagabend (14.11.20) in Frankfurt am Main und dem Vorgehen der Frankfurter Polizei erklären Bundessprecherin Lia Becker für DIE LINKE.queer und Landessprecher Christian Gaa für DIE LINKE. queer Hessen:

Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt dem Opfer der queerfeindlichen Attacke am Wochenende in Frankfurt am Main.

Dass Menschen sich auf offener Straße zusammenrotten, Hatz auf queere Menschen machen und die Tat auch noch filmen, ist barbarisch. Dass das Video der Tat in Windeseile in den sozialen Medien zirkulierte, spricht Bände.

Nachdem die Polizei zuletzt unter anderem bei dem tödlichen Angriff in Dresden und einem gewalttätigen Überfall in Münster Homofeindlichkeit als Tatmotiv verschwiegen hat, wurde auch in diesem Fall anfänglich wieder herumgedruckst und der homo- oder transfeindliche Hintergrund der Tat im Polizeibericht verschwiegen. Das ist kein Zufall.

Niemand braucht einen homo- und transfeindlichen Sicherheitsapparat.

DIE LINKE.queer fordert, dass homo- und transfeindliche Straftaten als solche erkannt und benannt werden. Über sie muss öffentlich informiert werden. Das Verschweigen homo- und transfeindlicher Motive und Straftaten stärkt Täter, schwächt Opfer und verhindert gesellschaftspolitisches Engagement gegen queerfeindliche Gewalt. Darüber hinaus muss die Tat vom Samstag lückenlos aufgeklärt werden und sowohl die Politik in Frankfurt, als auch die Landesregierungen und die Bundesregierung müssen endlich Initiative ergreifen, um der Gewalt gegen LGBTIQ* Einhalt zu gebieten.