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DIE LINKE.queer

Der NS-Opfer umfassend gedenken

Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945 erklären die Bundessprecher*innen von DIE LINKE.queer, Luca Renner und Frank Laubenburg:

Die Aufarbeitung der Grauen in den Konzentrationslagern und der Verfolgung im Nationalsozialismus ist nach wie vor eine unerfüllte, eine große Aufgabe.

Jede einzelne Lebensgeschichte der Millionen Ermordeter muss dokumentiert und erzählt werden, das sind wir den Opfern schuldig.

Über Jahrzehnte wurde die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität von Opfern schamhaft verschwiegen, weil es sich nicht ziemte, jemanden öffentlich beispielsweise als schwul oder lesbisch zu bezeichnen. Und weil es kaum jemanden interessierte. Bis heute ist die Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Verfolgung homosexueller Männer und Frauen lückenhaft und da, wo es es sie gibt, vor allem privaten, ehrenamtlichen Initiativen zu verdanken.

Über die Verfolgung von aus heutiger Sicht als trans- oder non-binäre Personen zu bezeichnenden Menschen ist so gut wie nichts bekannt. 

Die großen Lücken in der Geschichtsschreibung müssen, so weit es noch geht, geschlossen werden, Jede*r Einzelne ist das wert. Unser Dank gilt den vielen Menschen und Initiativen, die sich um diese Arbeit bereits verdient gemacht haben.